Nitro-News

Drag Racing Europameisterschaft 2012

21. Dez

Die erste Station des "internationalen Drag Racing Circus" war auch dieses Jahr wieder die Strecke im englischen Santa Pod. Vom 1. bis zum 4. Juni traf sich hier alles, was im europäischen Drag Racing Rang und Namen hat, zum ersten Kräftemessen für die kommende Saison.

In unserem ersten Report wollen wir einen kleinen Überblick über die Rennen der FIA-Klassen geben, der UEM-Bericht folgt in Kürze:

Bei den FIA Pro Stock Cars hatte der amtierende Europameister Jimmy Alund (SWE) einen denkbar schlechten Saisonstart: Nachdem er in zwei Läufen zwei Motoren verschrottete, packte er noch am Samstag zusammen und fuhr nach Hause. Sein Landsmann Micke Calin sicherte sich mit einer Zeit von 6:7204sek./331.734kmh den Top Qualifyer. Im Finale musste er seinen Lauf jedoch nach einem massiven Tireshake abbrechen, so dass der Sieg mit 6:716sek/331,541kmh an seinen Kollegen Thomas Lindström ging.

In der Klasse FIA Top Methanol lag das Hauptaugenmerk natürlich auf den deutschen Teilnehmern. Die Habermann-Brüder qualifizierten sich als dritter (Dennis) und fünfter (Timo) von sieben Startern. In der ersten Runde der Eliminations konnten sie ihre Gegner besiegen, im Halbfinale war dann aber leider für die beiden Langenselbolder Schluss: Manty Bugeja (Malta) war schneller als Timo: 5:292sek gegen 5:472sek, und Dave Wilson (GB) legte mit 5:232sek gegen Dennis (5:444sek) den Grundstein für seinen Event-Sieg gegen Bugeja, der im Finale wegen technischer Probleme nicht antreten konnte.

Die FIA Pro Mods stellten auch diesmal wieder das größte Starterfeld: 13 Piloten kämpften um die Punkte. Vizemeister, und Liebling des NitrOlympX-Publikums Bruno Bader aus der Schweiz qualifizierte sich mit einer 6:428sek/355,987kmh als Vierter. 

Den Top-Platz holte sich der Niederländer David Vegter mit 6:185sek/374,108kmh. In den Eliminations zeigte Bader dann eindrucksvoll, was der Begriff "Schweizer Beharrlichkeit" bedeutet: Runde um Runde kletterte er die Leiter empor und wurde zuletzt mit einem Bye-Run im Finale und der momentanen recht komfortablen Führung im Gesamtklassement belohnt.

Zuletzt zur Königsklasse: Bei den FIA Top Fuel Dragstern fiel vor allem eines auf: enorm schnelle Zeiten, aber relativ langsame Top Speeds...??? - Des Rätsels Lösung: Erstmalig wurde in dieser Klasse die neue verkürzte Distanz von 1000 Feet (gegenüber 1320ft) gefahren. Das verkürzt die traditionelle Quartermile (402,32m) um 97,53 Meter und ist in erster Linie der Sicherheit geschuldet. 

Der Top-Qualifyer bei den Nitro-Burnern war der Finne Risto Poutiainen mit einer 4:101sek/471,747kmh, gefolgt vom Dänen Stig Neergaard mit 4:115/466,002kmh. Die einzige Frau im Starterfeld, die Finnin Anita Mäkelä qualifizierte sich als 4. von 8 gemeldeten Startern. 

Im Finale trafen dann wieder die beiden besten Qualifikanten aufeinander, bzw, wären aufeinander getroffen, wenn sich Neergaard im Halbfinale gegen den Malteken Micallef nicht einen Motorschaden zugezogen hätte, den er in der Kürze der Zeit nicht beheben konnte. So ging der Sieg nach einem Bye-Run mit 4:215sek/445,949kmh an Poutiainen, der damit auch die Gesamtwertung anführt.

Dieser kleine Report gibt nur einen kurzen Überblick der Pro-Klassen. Sämtliche Ergebnisse aus Qualifikation und Elimination des Events finden interessierte Fans zusammen mit umfassenden Fotogalerien und Reportagen (in Englisch) auf den Seiten von eurodragster.com.

In Kürze finden Sie hier auf unserer Website den Bericht über das Wochenende der UEM -Drag Bike Racer. - STAY TUNED......